GESCHICHTE
Im Sportclub Meran hat Volleyball seit über 40 Jahren Tradition. 1965 wurde die Sektion Volleyball gegründet.

SC MERAN HERREN 1968




SC MERAN 1977
Sportlicher Höhepunkte in den vergangenen 10 Jahren war die Qualifikation der Unter 16-Bubenmannschaft 1997/1998 für die interregionale Phase der Italienmeisterschaft. Nach dem Gewinn der Landesmeisterschaft standen die Meraner Buben den Meistermannschaften aus dem Friaul, GS Favria Pordenone, und dem Meister des Veneto, der Nachwuchsmannschaft des Serie A-Vereins Sisley Treviso gegenüber. Im ersten Spiel trafen die Schützlinge von Livio Sicher auf die GS Favria Pordenone. Nach einem verhaltenen Start und einem gegenseitigen Abtasten ging der erste Satz zwar 12:15 verloren, aber die Buben um Kapitän Andreas Nestl schöpften Mut, legten die Nervosität ab und gewannen den nächsten Satz souverän 15:2. Den dritten Satz holten sich wiederum die Friulaner, dann lief es bei den Meranern jedoch erst richtig. Mit einem in allen Belangen überzeugenden Philipp Sicher im Angriff, einem sicheren Besay Mayer in der Annahme, den beiden Mittelangreifern Andreas Nestl und Hannes Gamper, welche mit ihrem Block den Gegner entnervten, dem in allen Situationen sicheren Steller Andreas Reinstaller und einem starken David Cattacin als Diagonalangreifer holten sie sich den vierten Satz mit 15:6, enteilten im alles entscheidenen Tie-break auf 5:0 und sicherten sich das Spiel gegen den von der sich unerwartet abzeichnenden Niederlage zunehmend nervöser werdenden Gegner. Dieser historische Sieg ist um so höher zu bewerten, wenn man weiß, dass es seit Jahren keiner Südtiroler Mannschaft der Jugendklassen, weder Mädchen noch Buben, gelungen war, in der interregionalen Phase gegen die "großen Vereine" ein Spiel zu gewinnen. Im zweiten Spiel ging es um die Qualifikation für das nationale Finale in Palermo und man wusste bereits, dass Treviso die Mannschaft aus dem Friaul vom Platz gefegt hatten. Zwar ging das Match gegen den vielfachen Italienmeister klar mit 0:3 verloren, dennoch feierte die Meraner Unter 16 mit ihrem Sieg gegen den Meister aus dem Friaul ein aus Südtiroler Sicht überragendes Ergebnis.
Eine besondere Kuriosität stellten 1997 12 Volleyballerinnen dar, die 5000 KM aus Sibirien angereist waren, um in Meran Volleyball zu spielen. 3000 Km bis Moskau, dann noch die Kleinigkeit von 2000 km bis Meran, das war die beschwerliche Anreise einer Volleyball Damenmannschaft aus Novyi Urengoy (Sibirien), welche im Rahmen einer kombinierten Urlaubs- und Trainingsreise zu Gast in Meran war. Neben diversen kulturellen und touristischen Aktivitäten suchte die Mannschaft „Sparringpartner“ für Trainingsspiele. Die Sektion Volleyball des SCM sprang gerne ein und organisierte einige „siberianisch - tirolerische“ Freundschaftsspiele. Dabei wurde allen recht schnell klar, dass die als „Veteraninnen“ angekündigten Russinnen den lokalen Volleyballspielerinnen stark überlegen waren. Obwohl die 35 bis 40-jährigen Damen seit Jahren keine Meisterschaft mehr bestreiten (ehemals 1. und 2. sowjetische Division), brillierten sie mit beeindruckender Technik sowjetischer Herkunft und präsentierten sich in beneidenswerter physischer Konstitution. So wurden die ersten Frauenschaften des SCM und des SV Lana (beide Serie D Damen) und auch der höherklassige C1 - Ligist AP Bozen klar besiegt. Anlässlich eines kleinen Dreierturniers blieb es schließlich der Altherrenmannschaft des SCM vorbehalten, die Ehre des Gastgebers zu retten. Nach hartem Kampf konnten sie die Damen aus der Stadt am Polarkreis mit 2:1 besiegen. Daraufhin wurden die erfolgreichen Altherren sofort zu einer Revanche nach Sibirien eingeladen.